Baubiologie

Die Baubiologie beschäftigt sich fächerübergreifend mit den Einflüssen der Wohnsituation (Wohngifte, Schimmelpilze, Elektrosmog,...) auf die Gesundheit des Menschen.

Bauphysik

Die Bauphysik beschreibt im Bauwesen auftretende physikalische Vorgänge als Grundlage zur Vermeidung von Bauschäden und als Voraussetzung für gesunde Wohnbedingungen. Sie gliedert sich in die sechs Bereiche Wärme, Feuchte, Brand, Schall, Licht und Klima.

Baustoffklassen

Baustoffe werden gemäß ihrem Brandverhalten, DIN 4102 - Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen, in folgende Baustoffklassen eingeteilt:

nicht brennbare Baustoffe
A1 nicht brennbar (Baustoffe aus der Normenliste)
A2 nicht brennbar (Baustoffe mit Prüfung)

brennbare Baustoffe
B1 schwer entflammbar
B2 normal entflammbar
B3 leicht entflammbar

Als Baustoffe im Sinne der Norm gelten auch platten- und bahnenförmige Materialien, Verbundwerkstoffe, Bekleidungen, Dämmstoffe sowie Beschichtungen. Die Baustoffklassen geben keine Auskunft darüber, wie sich das Bauteil in der Konstruktion verhält (siehe Feuerwiderstandsklassen).

B3 klassifizierte Stoffe dürfen im Hochbau nicht eingesetzt werden, auch nicht als Hilfsmittel für Details oder als untergeordnete Baustoffe, wie z.B. Baupappen. Die Baustoffklasse muss durch ein Prüfzeugnis oder eine Zulassung nachgewiesen werden oder bei DIN-Baustoffen in der DIN 4102 festgelegt sein. Einschränkungen, z.B. für die Baustoffklasse B2, sind in den jeweiligen Landesbauordnungen festgelegt.

Die Baustoffklassen der DIN 4102 werden derzeit (Stand 05/2004) sukzessive durch die Euroklassen der DIN EN 13501 ersetzt.

Bauökologie

Die Bauökologie beurteilt Baustoffe auf ihre ökologische Verträglichkeit. Dabei werden u.a. folgende Kriterien berücksichtigt: Rohstoffgewinnung, Herstellung, Transportwege, Recyclingfähigkeit und Entsorgung. Wie bei der Wärmebetrachtung genügt es auch bei der bauökologischen Betrachtung nicht nur einzelne Kennwerte zu vergleichen. Hier wird der Baustoff ganzheitlich über den gesamten Nutzungs- und Entsorgungszeitraum hinweg betrachtet und beurteilt.

Behaglichkeit

Ausgewogenes Verhältnis zwischen Raumlufttemperatur (siehe auch Raumklima), innerer Oberflächentemperatur von Wand, Decke, Boden, der relativen Luftfeuchte und der Luftbewegung (Gebäudedichtigkeit) im Raum.

Blower Door-Test

Der Blower-Door-Test ist ein Messverfahren, mit dem die Luftwechselraten in einem Haus quantitativ festgestellt werden können. Mit seiner Hilfe können auch fehlerhafte Stellen, die nachgebessert werden müssen, lokalisiert werden. Mit einem verschiebbaren Rahmen wird eine luftdichte Stoffbahn in einem Türrahmen eingeklemmt. In der Stoffbahn befindet sich eine Öffnung mit einem Ventilator, durch den im ganzen Haus ein Über- oder Unterdruck erzeugt werden kann. Bei Überdruck (50 Pa Messdruck) strömt die Luft durch die Leckagen von innen nach außen. Dabei muss die entweichende Luft durch eine höhere Gebläseleistung ersetzt werden, wenn der Druck konstant gehalten werden soll. Bei Unterdruck wird die Windbelastung eines Gebäudes simuliert, es strömt die Luft von außen nach innen. Von der benötigten Gebläseleistung kann nun die Luftwechselzahl n ermittelt werden. Sie gibt an, wie oft während einer Stunde das Luftvolumen eines ganzen Raumes gegen Außenluft ausgetauscht wird. Ist die Luftwechselrate zu groß, können mit Hilfe von Messgeräten (Rauchgeräte und Strömungsmesser) die undichten Stellen ermittelt und nachgebessert werden (siehe auch Luftdichtigkeit).

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