Feuchteabgabe

Bei Lebewesen das Schwitzen, bei unbelebter Materie das Ausdiffundieren von aufgenommener oder herstellungsbedingter Feuchte über die Oberfläche.

Feuchtepuffer

Im Sprachgebrauch findet man den Begriff Feuchtepuffer immer wieder. Es wird hier die kurzzeitige Feuchteregulierung des Wohnraumklimas durch Baustoffe beschrieben. Wie schon unter Diffusionsoffen beschrieben ist jedoch der Vorgang der Feuchteaufnahme und Weiterleitung in den Baustoff ein sehr träger Prozess der durch kurzfristige Schwankungen (Duschen, Kochen,...) die Raumluftfeuchte nicht stark beeinflusst. Diese Feuchteaufnahme ist oberflächennah. Die Feuchte wird bei nächster Gelegenheit durch Lüftung wieder an den Raum abgegeben.

Feuchtigkeit

Unter Feuchtigkeit versteht man den Wasserdampfgehalt eines Mediums (Gas, Feststoff). Man unterscheidet:

1.die absolute Feuchtigkeit, das Verhältnis des im Volumen enthaltenen Wassers zum Gasvolumen, wird in g/m3 angegeben;
2. die relative Feuchtigkeit, das Verhältnis des Dampfdrucks zum Sättigungsdruck, in Prozenten ausgedrückt.

Es sollte wegen der unterschiedlichen Feuchtequellen zwischen Wohnfeuchte und Baufeuchte unterschieden werden.

Feuerwiderstandsklassen

Die Bezeichnungen F30, F60, F90 oder F120 beziehen sich nicht auf die Baustoffklassen, sondern geben an, wie lange eine Konstruktion im Brandfall ihre Eigenschaften mindestens behalten muss.

F90 bedeutet, dass die Konstruktion 90 Minuten unter definierten Randbedingungen bestimmte Anforderungen erfüllen muss. Es ist dies hauptsächlich die Beibehaltung der Tragfähigkeit während der Beurteilungszeit. Dies ist ohne weiteres auch mit B2- Baustoffen zu erreichen.

Die Zusätze A oder B geben an welche Baustoffklasse die verwendeten Baustoffe haben sollen. A bedeutet, dass die gesamte Konstruktion aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen muss. AB besagt, dass z.B. der Dämmstoff aus B1 oder B2 Baustoffen, die wesentlichen Teile aber aus nicht brennbaren A Baustoffen bestehen müssen. Zu den wesentlichen Teilen gehören alle tragenden und aussteifenden Teile und Bauteile, welche die Standsicherheit der Konstruktion gewährleisten.

Beispiel:
F30 B feuerhemmend aus brennbaren Baustoffen
F30 AB feuerhemmend und in wesentlichen Teilen aus nicht brennbaren Baustoffen
F30 A feuerhemmend und aus nicht brennbaren Baustoffen.

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