k-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient)

k-Wert ist die alte Bezeichnung des neuen Begriffes: U-Wert (siehe U-Wert)

Kaltdach

Befindet sich zwischen Wärmedämmung und Unterdeckung eine Hinterlüftungsebene, spricht man von einem Kaltdach. Es sind folgende Nachteile damit verbunden :

Die Hinterlüftung wird häufig von Wechseln unterbrochen und funktioniert in diesen Feldern unzureichend oder gar nicht.

Im Brandfall wirkt die Hinterlüftung wie ein Kamin; dies kann zu großen Brandschäden führen.

Kalte Luft streicht über die Dämmebene und dringt einige Zentimeter in die Dämmung ein. Eine mit Kaltluft durchströmte Wärmedämmung verliert einen Großteil ihrer Dämmfähigkeit. Durch Fugen und Ritzen kann die Kaltluft bis an die Innenbeplankung gelangen, dadurch wird der Taupunkt weiter nach innen geschoben (siehe Tauwasser und Taupunkt); so kann es zu einer Durchfeuchtung des Dämmstoffes kommen.

Auf demselben Weg kann warme Luft von der Innenbeplankung nach außen gelangen und hier zu Feuchteschäden führen. Die sich abkühlende Luft kann die mitgeführte Dampfmenge nicht mehr tragen und es kommt zur Tauwasserbildung.

Kapillarität

Taucht man eine enge Röhre (Kapillare) in ein Wassergefäß, so steigt in der Röhre der Wasserspiegel an. Dieses Phänomen wird als Kapillarität bezeichnet. Kommt ein Baustoff mit einem anderen, feuchteren Baustoff in Berührung und nimmt dabei Wasser auf, so ist er kapillar leitfähig.

Diese Leitfähigkeit entsteht durch kleinste, miteinander in Verbindung stehende Hohlräume, die den gesamten Baustoff durchziehen. In lockeren Strukturen, wie STEICO therm, sind die feinen Poren und Kanäle unterbrochen, die kapillare Leitfähigkeit ist gering.

Kerndämmung

Eine Wärmedämmung zwischen zwei gemauerten Schalen einer Außenwand als Kerndämmung bezeichnet.

STEICO Holzfaserdämmstoffe sind für diesen Anwendungsbereich nicht geeignet.

Kondensat

Trifft warme Luft auf kühlere Flächen, schlägt sich die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit an den Flächen als Kondensat (Wassertropfen) nieder, wenn die Oberflächentemperatur des Bauteils die Taupunktemperatur der Luft unterschreitet. Allgemein wird häufig der Begriff Schwitzwasser verwendet.

Besonders in der Heizperiode sollte man auf Kondensatbildung vor allem an den kühleren Außenwänden und in Zimmerecken achten, denn Feuchtigkeitsschäden entstehen meistens schneller, als man denkt. Die Folgen können eine nachlassende Dämmwirkung, eine Zerstörung des Baustoffes, Schimmelbefall o.ä. sein. Im Normalfall genügt es, täglich drei- bis viermal kräftig durch Stoßlüftung zu lüften.

Konvektion

Die bekanntesten Konvektionserscheinungen sind die Thermik und der Wind. Konvektion bedeutet den Wärmetransport mittels einer Materialströmung. Im Unterschied zur Diffusion, bei der sich die Teilchen zufällig verteilen, treten bei der Konvektion gerichtete Materialströme mit zum Teil sehr hohen Geschwindigkeiten auf. Konvektion ist die häufigste Ursache für Tauwasserschäden (siehe Konvektion und Tauwasserschäden).

Konvektion und Tauwasserschäden

Bei undichten Dampfsperren und/oder Beschädigungen der Luftdichtigkeitsschicht kann es durch Konvektion zu starker Tauwasserbildung kommen. Besonders bei Materialien, die keine Feuchte speichern können, kann dieses Kondensat erhebliche Bauschäden verursachen!

Konstruktionen mit Dampfbremsen sind zwar weniger anfällig gegen die von innen eindringende Feuchte, dennoch verringert sich durch Fugen und Leckagen die Luftdichtigkeit und der U-Wert wird erheblich verschlechtert.

Die häufigsten Fehler bei der Anbringung von Dampfbremsen sind:
1. Fehlende oder mangelhafte Anschlüsse an angrenzende Bauteile
2. Fehlende oder mangelhafte Überlappung und Abklebung der Dampfbremse
3. Fehlende oder mangelhafte Abdichtung von Durchdringungen

Des weiteren bestehen Gefährdungen durch:
A. Beschädigungen der Dampfbremsebene durch nachfolgende Gewerke
B. Beschädigungen der Dampfbremsebene durch den Nutzer.

Ein Qualitätsnachweis durch den Blower-Door-Test empfiehlt sich für alle Baubeteiligten.

Körperschall

Als Körperschall bezeichnet man Schall, der durch einen festen Stoff übertragen wird (z.B. Wand, Decke). Durch Klopfen, Hammerschläge oder Luftschall wird der feste Körper in Biegeschwingung versetzt. Dadurch werden, wie bei einer Lautsprechermembran, die Luftteilchen eines benachbarten Raumes in Schwingungen versetzt und dadurch wird Luftschall erzeugt. Der Trittschall ist die wichtigste Form des Körperschalls im Bauwesen.

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