Lambda-Wert λ

Der Lambda-Wert [W/(m*K)] bezeichnet die Wärmeleitfähigkeit (WLF) eines Baustoffes. Er gibt an, welche Wärmemenge (Watt) durch das Material von 1 m² Fläche sowie 1 m Dicke in einer Stunde hindurchgeht, bei einem Temperaturunterschied von 1 K (1 K ~ 1 C°). Gute Dämmstoffe weisen einen möglichst kleinen λ -Wert auf.

Nach der bisherigen Norm für Holzfaserdämmplatten, DIN 68755-1, wurde zunächst im Labor der λ -Wert des trockenen Dämmstoffs ermittelt. Da der λ -Wert eines Baustoffs von der Bauteilfeuchte (siehe Gleichgewichtsfeuchte) abhängt, wurde dieser Laborwert mit einem Sicherheitszuschlag von 10% belegt. Dieser Rechenwert wurde einer Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) zugeordnet (z.B. WLG 040 galt für alle Stoffe mit Trockenmesswerten von 0,0323 bis 0,0367 [W/(m*K)]. Im Rahmen der DIN 68 755 wurde die WLG 2 mal jährlich durch ein staatlich anerkanntes Institut überwacht und bestätigt. Nach der neuen europäischen Holzfaserdämmstoffnorm DIN EN 13171 wird die WLF durch die Eigenüberwachung im Produktionswerk täglich überwacht. Im werkseigenen Labor wird der Dämmstoff im Klima 23°C/50% gemessen. Diese Messwerte gehen in eine Statistik ein und daraus entsteht ein Deklarationswert für die Wärmeleitfähigkeit: Lambda-Declare, λD. Um den Bemessungswert für die WLF festzulegen muss nun der Declare-Wert, gemäß DIN V 4108-4, mit einem Sicherheitszuschlag von 10 + 20 % beaufschlagt werden. Um diese praxisfernen Bemessungswerte (klimatisierter Prüfkörper mit täglicher Prüfung und Auswertung mit 10+20% Sicherheit) in baunahe Werte umzusetzen hat STEICO eine bauaufsichtliche Zulassung für diesen Bereich erwirkt. Hier wird der Bemessungswert durch einen praxisnahen Sicherheitszuschlag, auf einen neu definierten Grenzwert, gebildet. Zudem wird das Labor und die Produktion wieder durch ein staatlich anerkanntes Institut fremdüberwacht. Die Lambdawerte für die wärmetechnische Bemessung sind nun nicht mehr an Gruppen gebunden, sondern werden in 1 mW (Milliwatt) Stufen exakt angegeben.

Beispiele:
STEICO flex: Declare-Wert: 39 mW, Bemessungswert: 40 mW
STEICO universal: Declare-Wert: 51 mW, Bemessungswert: 52 mW

Luft

 

  • Außenluft: Aus dem Freien einströmende Luft
  • Abluft: Aus dem Raum abströmende Luft
  • Zuluft: Dem Raum zuströmende Luft
  • Fortluft: Die ins Freie abgeführte Luft
  • Umluft: Abluft, die als Zuluft wieder verwendet wird
  • Raumumluft: Die zum Zwecke der Luftbehandlung im Raum über ein Gerät geführte Luft
  • Mischluft: Luft verschiedenen Ursprungs, zum Beispiel Außen- und Umluft
  • Frischluft: Nicht regelgerechte Bezeichnung von Außenluft
  • Luftbehandlung: Technisch erzwungene Veränderung des Zustandes der Luft, z. B. Temperatur, absolute Feuchte, Staubgehalt, Keimzahl
  • Filtern: Abscheiden von Luftverunreinigungen aus Luftströmen
  • Heizen/Kühlen: Zu- bzw. Abführen von Wärme
  • Befeuchten/Entfeuchten: Erhöhen/Verringern der absoluten Feuchte
  • Wärmerückgewinnung: Maßnahme zur Nutzung des Energiegehaltes eines Luftstromes. Der Fortluft wird Wärme entzogen und damit die zugeführte Außenluft erwärmt

 

Luftdichtigkeit

Die luftdichte Ausführung der Außenhaut ist nach DIN 4108 und in der EnEV vorgeschrieben. Im Entwurf zu DIN 4108 Teil 7 sind Ausführungsbeispiele für die luftdichtende Ausführung der Dampfbremse enthalten. So müssen alle Überlappungen, Durchdringungen und Anschlüsse zu anderen Bauteilen dauerhaft verklebt werden (siehe Konvektion und Tauwasserschäden).

Eine Leichtbaukonstruktion hat genau genommen drei Luftdichtigkeitsebenen: Die warmseitig angebrachte Dampfbremse; sie verhindert, dass erwärmte Luft durch die Dämmung nach außen dringt und reguliert die Dampfdiffusion. Die Wärmedämmung; je luftdichter die Wärmedämmung, desto geringer ist der Konvektionsstrom. Ideal ist jedoch eine Wärmedämmung die luftdicht und diffusionsoffen ist, da dadurch das Risiko für Tauwasserschäden minimiert wird. Die Abdeckung der Wärmedämmung; sie wird auch Winddichtung (siehe Winddichtigkeit) genannt. Sie wird am sinnvollsten mit naturharzgebundenen oder bituminierten Holzfaserdämmplatten mit Nut und Feder hergestellt. Die Qualität der Luftdichtigkeit wird mit dem Blower-Door-Test nachgewiesen.

Luftfeuchtigkeit

Luft kann abhängig von ihrer Temperatur eine begrenzte Menge an Wasser in Gasform bis zur Sättigung aufnehmen (siehe auch Feuchtigkeit und Gleichgewichtsfeuchte). Die Aufnahmefähigkeit steigt mit der Temperatur. Die relative Luftfeuchtigkeit φ wird in Prozent angegeben. Sie besagt, zu welchem Teil die Luft in Bezug auf ihre maximalen Aufnahmefähigkeit gesättigt ist.

Luftschall

Gelangt der Schall von einer Schallquelle (z.B. Stimmen, Lautsprecher, Werkzeuge usw.) durch die Luft direkt zum Empfänger (z.B. Ohr, Mikrophon oder Zimmerwand), so spricht man von Luftschall. Der Luftschall ist physikalisch betrachtet eine periodische Luftdruckschwankung. Deshalb kann z.B. eine Zimmerwand durch Luftschall in Biegeschwingungen versetzt werden (siehe Körperschall), die im anderen Raum wieder als hörbarer Luftschall von der Wand abgestrahlt werden. Diese Luftschallübertragung lässt sich, vor allem im tiefen Frequenzbereich, nur durch die Masse des Bauteils unterbinden.

Gekennzeichnet wird die Schalldämmung eines Bauteils durch das sogenannte Schalldämm-Maß R. Sie wird in dB angegeben. Hohe Werte bedeuten hierbei – im Gegensatz zum Norm-Trittschallpegel Ln – eine gute Schalldämmung.

Luftwechselrate

Die Luftwechselrate ist eine Maßgröße für die Intensität der Raumlüftung. Sie gibt in m³ je Stunde an, welche Raumluftmenge durch Außenluft ersetzt wird. (siehe auch: Blower-Door-Test)

Luftwechselzahl n

Die Luftwechselzahl n ist eine Maßgröße für die Intensität der Raumlüftung. Sie gibt an, wie oft während einer Stunde das Luftvolumen eines ganzen Raumes gegen Außenluft ausgetauscht wird. Die Einheit der Luftwechselzahl ist h-¹.

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