Schallbrücke

Schwingungsübertragendes Bauteil - zum Beispiel eine Schraube, die eine Trittschalldämmplatte durchdringt - nennt man Schallbrücke. Sie machen unter Umständen aufwändige Maßnahmen zur Schalldämmung wirkungslos und sind deshalb unter allen Umständen zu vermeiden.

Schallschutz

Der Schallschutz ist durch umfangreiche DIN Normen festgelegt. Im Wesentlichen geht es dabei um die Vermeidung von Lärm (z.B. TA-Lärm, Geräuschverhalten von Armaturen usw.), Abschirmung gegen Lärm von außen (z.B. Schallschutzfenster, Leichtbauwände) und die Vermeidung von Schallübertragung im Haus (z.B. DIN 4109). Die im Baubereich üblichen Frequenzen gehen von ca. 100 Hz bis ca. 4000 Hz. Dieses breite Frequenzspektrum macht es unmöglich, mit nur einer Maßnahme alle schalltechnischen Probleme auf einmal zu lösen.

Es sollten daher alle Möglichkeiten der Lärmvermeidung ausgeschöpft sein und die Weiterleitung des Luftschall durch Absorption unterbunden werden (biegeweiche Schichten, z.B. Holzfaserdämmplatten). Schließlich muss die Schallweiterleitung als Körperschall durch konstruktive Maßnahmen verhindert werden (z.B. Entkoppelung durch versetzte Ständer, Verhinderung der Schallanregung durch Masse usw.). In Leichtbauwänden sollte der Resonanzbodeneffekt durch die Einbringen einer Hohlraumbedämpfung, wie STEICO flex, vermieden werden. Erst die Kombination von verschiedenen Maßnahmen bringt eine optimale Schalldämmung.

Schimmelpilze

Schimmelpilze sind heterogen zusammengesetzte Gruppen von Kleinpilzen, welche auf allen organischen Materialien siedeln können.

Für die Ansiedlung von Schimmelpilzen müssen eine ausreichende Feuchtigkeit (siehe auch Baufeuchte, Dampfbremse) und eine entsprechende Temperatur herrschen sowie Nährstoffe auf der Bauteiloberfläche vorhanden sein. Pilzsporen sind in der Luft stets in großen Mengen (ungefähr 10³ bis 106 Sporen/m³) vorhanden, die sich auf Oberflächen absetzen und dort wachsen können. Schimmelbildung kann vor allem bei nicht fertiggestellten Dachgeschossen zum Problem werden, da sich dort feucht-warme Luft an einer kalten Unterdeckung abkühlen kann und es dadurch zur Kondensatbildung kommen kann. In Verbindung mit der erhöhten Temperatur auf der Innenseite entsteht hier leicht ein geeignetes Klima für das Pilzwachstum. Aus diesem Grund ist um entsprechende Dichtigkeit im Gebäude, für einen geregelten Bauablauf, bzw. ausreichende Lüftung Sorge zu tragen. Sporen von Schimmelpilzen können Allergien auslösen.

Schwitzwasser

Als Schwitzwasser wird Tauwasser bezeichnet, das sich auf der Innenseite von Außenbauteilen niederschlägt, wenn deren Oberflächentemperatur den Taupunkt der Raumluft unterschreitet (siehe Tauwasser und Taupunkt). Besonders in der Heizperiode (Tauperiode) sollte man auf Schwitzwasserbildung vor allem an den kühleren Außenwänden und in Zimmerecken achten, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Die Folgen von Schwitzwasser können eine nachlassende Dämmwirkung, eine Zerstörung des Baustoffes, Schimmelbefall o.ä. sein. Um ausreichende Lüftung ist Sorge zu tragen.

sd-Wert

Die äquivalente Luftschichtdicke (kurz sd-Wert) gibt für jede Bauteilschicht an, welcher Widerstand dem Wasserdampf entgegengesetzt wird. Dabei wird die Bauteildicke s (in m) mit der Dampfdiffusionswiderstandszahl µ des Stoffes multipliziert. Daraus ergibt sich die äquivalente Luftschichtdicke des Bauteils (sd-Wert) (Formel reinschreiben und Beispielrechnung einfügen).

Beispiel: Stellt man einen Topf mit Wasser auf eine Herdplatte und bringt es zum Kochen, so misst man in einem Meter Abstand einen bestimmten Anstieg der Luftfeuchte. Den selben Anstieg der Luftfeuchte würde man hinter einem Bauteil mit einem sd-Wert von 1 m messen, obwohl seine Bauteildicke (je nach μ-Wert des Materials) z.B. nur wenige Millimeter beträgt.

Sommerlicher Wärmeschutz

Der sommerliche Wärmeschutz unterscheidet sich wesentlich vom winterlichen Wärmeschutz. Während im Winter die Temperaturverhältnisse nur relativ geringen Schwankungen (normalerweise Schwankungen um 10°C) unterliegen, steigt die Temperatur von sonnenbeschienenen Bauteilen im Sommer (Schwankungen bis zu 90°C) tagsüber sehr stark an. Die Sonne z.B. heizt die Dacheindeckung, die darunter liegende Luftschicht und die Oberfläche der Dämmschicht tagsüber erheblich auf. Durch Undichtigkeiten in der Winddichtung kann nun die erwärmte Luft nach innen gelangen und den Innenraum aufheizen. Bei luftdurchlässigem Dämmmaterial können in der Dämmung Konvektionsströmungen entstehen und durch diese Luftumwälzungen wird die Wärme der Dämmstoffoberfläche an die Innenseite transportiert und an den Innenraum abgegeben. Durch Verwendung eines winddichten STEICO Unterdachs mit Nut- und Federsystem und dem strömungshemmenden Dämmstoff STEICO flex lassen sich diese Konvektionsströme verringern. Da Holzdämmstoffe darüber hinaus über einen sehr hohen cp-Wert verfügen, lässt sich mit der STEICO Dämmung ein gute Amplitudendämpfung und eine sehr große Phasenverschiebung erreichen.

Sorption

Sorption ist das Einstellen eines Gleichgewichtszustandes zwischen der relativen Luftfeuchtigkeit und der Materialfeuchtigkeit. Alle Naturbaustoffe aus organischem Material besitzen eine hohe Sorptionsfähigkeit, besonders Holzfaserdämmstoffe wie STEICO therm. Sorptionsfähige Materialien nehmen Feuchtigkeit rasch auf und binden es, ohne dabei ihre wesentlichen Materialeigenschaften zu verlieren (z.B. fühlt sich Ihre Oberfläche trotz einer großen Wasseraufnahme trocken an) oder einen Schaden zu nehmen. Sinkt die Luftfeuchte im Raum wieder, geben sie die gespeicherte Feuchtigkeit wieder an die Raumluft ab. Für diese Pufferwirkung bei raumklimatischen Schwankungen sind die ersten ein bis zwei Zentimeter der Wandoberfläche entscheidend. Diese Schicht sollte nicht durch Farbe oder Beläge gesperrt sein. In Konstruktionen können sorptionsfähige Stoffe bei Taupunktunterschreitungen Feuchtigkeit in die Poren einlagern, ohne dass ihre Eigenschaften beeinträchtigt werden (siehe Tauwasser und Taupunkt). Die Sorption steht mit der Kapillarität eines Baustoffes nicht in Verbindung.

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