Plusenergie-Haus in klassischer Form

Referenz Neubau |

Passivhausstandard beginnt sich auf breiter Fläche durchzusetzen, die dafür typische Architektur ist aber nicht jedermanns Sache: Kubische Baukörper, einseitige Südausrichtung, ungewohnte Dachformen. Ein Bauvorhaben im Münchner Osten zeigt, dass sich Energieeffizienz und klassische Architektur durchaus kombinieren lassen - eine Realisierung in klassischer Form.

Klassische Architektur mit Plusenergie-Standard

Auf den ersten Blick ist das Gebäude kein typisches Plusenergie-Haus. Die klassische Südorientierung zur Gewinnung solarer Wärmeeinträge sucht man hier vergebens. Die großen, überwiegend verglasten Giebelseiten blicken nach Osten und Westen. Hinzu kommen schattenspendende Dachüberstände und großzügige Balkone, die zusätzlich zur Verschattung beitragen. Lediglich die große Photovoltaik-Anlage gibt einen Hinweis auf die hohe Energieeffizienz des Gebäudes.

Als Bauform wurde ein Satteldach mit relativ großen Dachüberständen gewählt. Das Haus wurde für eine vierköpfige Familie konzipiert und hat eine Einliegerwohnung für ein Au-pair. Insgesamt um fasst es 630 qm Wohnfläche. Die großen Fenster der Giebelwand sind – untypisch für Passivhäuser – in Ost-West-Richtung angebracht. Dafür ist die Photovoltaikanlage auf dem Dach südlich ausgerichtet. Beheizt wird das Haus mittels einer Wärmepumpe, die einen Teil des produzierten Stroms benötigt. So erreicht das als Passivhaus konzipierte Gebäude Plusenergiestandard. Im ersten Jahr konnte das Haus 251 kWh gewinnen, und das trotz eines 144 cbm großen Pools im Keller. Ansonsten wäre die Energiebilanz noch besser ausgefallen.

Kurze Bauzeit durch hohen Vorfertigungsgrad

Fast alle Bauteile wurden in den Hallen des Holzbauunternehmen Huber & Sohn in Bachmehring innerhalb von sechs Wochen im vorgefertigt. Innerhalb von nur einer Woche wurde der Rohbau wetterfest aufgerichtet. Alle Hohlräume für Installationen wurden bereits bei der Vorfertigung angelegt. Der 30 cm starke Kern der Außenwände ist aus STEICOwall Stegträgern im Abstand von 62,5 cm aufgebaut. Die Zwischenräume wurden mit STEICOflex Weichfaserplatten gedämmt. Auf der Wandinnenseite folgen eine OSB-Platte zur Versteifung und eine Dampfbremse. Die darauf folgende Installationsebene misst 6 cm und ist ebenfalls mit STEICOflex gedämmt. Den Abschluss nach innen bildet eine Fermacell Gipsfaserplatte.

Nach außen hin folgt auf den Kern eine 6 cm starke STEICOprotect Putzträgerplatte. Darauf wurde nach Aufrichtung des Hauses Knauf-Systemputz aufgebracht.

Schnell, wirtschaftlich, präzise

Das STEICO Bausysystem in der Vorfertigung

STEICO Stegträger eignen sich hervorragend für sämtliche Anforderungen der Vorfertigung. Die schlanken Tragwerke mit ihrer charakteristischen Doppel-T-Form sind sind besonders leicht und gleichzeitig hoch belastbar. Sie bestehen aus zwei Furnierschichtholz-Strängen (Gurtmaterial), die durch eine hochstabile Hartfaserplatte verbunden werden (der Steg).

Als industriell hergestelltes Produkt vereinen Stegträger homogene Materialeigenschaften mit allen positiven Aspekten des Naturwerkstoffs Holz. Neben der hohen Wirtschaftlichkeit sind vor allem das Quell- und Schwindverhalten sowie die hohe Dimensionsstabilität deutlich vorteilhafter als bei Vollholz.

STEICOwall und STEICOflex – Festigkeit und Dämmung aus einer Hand

Optional kann der Steg überdämmt geliefert werden, wie bei diesem Bauprojekt. So wird ein rechteckiger Querschnitt erreicht, Zwischendämmungen lassen sich leichter einbringen. Ob mit oder ohne Stegdämmung, STEICO Stegträger lassen sich auf automatischen Abbundanlagen bearbeiten. So sind sie eine echte Alternative zu KVH und BSH. Sie lassen sich genauso leicht verarbeiten. Die Dämmung zwischen den Stegträgern wird durch STEICOflex erreicht. Mit einer Dämmstärke von 42 cm wurde im vorliegenden Objekt ein U-Wert von 0,10 erreicht.

Wie werden Anschlüsse konstruiert?

Schwelle und Rähm der in diesem Objekt verbauten Außenwände bildet je eine Lage STEICO LVL. Ebenso werden besonders beanspruchte Stellen wie große Wandlöcher mit LVL verstärkt. Das Furnierschichtholz besitzt einen rechtwinkligen Querschnitt und sorgt für glatte Anschlussflächen. Auf diese werden Decken und das Dach aufgesetzt. Ein Kernthema beim Holzbau ist immer die Konstruktion der Anschlüsse. Auch hier bietet STEICO ein Bündel an Lösungen und optimale Unterstützung, unter anderem den STEICO Detailkonfigurator.

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